Du willst mal eine antike Checkliste für Puppenstuben Kaufladenwaren von 1843 sehen? Geschrieben in einem Buch in Frakturschrift. Hinweis frühere Rechtschreibung auf Kaufladen Schubladen Schildern und auf antiken Puppenstuben Gewürzdosen. Link zu einer DIY Entzifferungshilfe für Frakturschrift von Miniatures Magnifiques.
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| Kindergedicht: Was im Kaufladen sein muss von 1843 |
Gefunden habe ich sie in diesem Buch: Steckenpferd und Puppe. Das Buch wurde von Johann Wich geschrieben und in Nördlingen 1843 herausgegeben.
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| Gedicht: was im Kaufmannsladen sein muss in Frakturschrift |
Links ist der originale Scan der Buchseite - rechts ist die optimierte digitalisierte Version.
"Was im Kaufmannsladen sein muss
Kandiszucker, Kaffeebohnen,
Pomeranzen, Reis, Zitronen,
Süßholzsaft, Rosinen, Leim,
Datteln, Feigen, Gerstenschleim,
Pfeffer, Ingwer, Chokolade,
Sago, Nelken, Haarpomade,
Backsteinkäse, Zimmt, Rapee,
Zitronat, Marino, Thee,
Rauchtabak, Muskatenblüthe,
Lorbeerblätter, Zuckerhüte,
Schwefelfaden, Feüerstein
Muss im Kaufmannsladen sein."
Teils heutzutage unbekannte Produkte aus der Kaufladen Checkliste von 1843
Eine schöne Liste für einen typischen Gemischtwarenladen - also einen Tante-Emma Laden mit einem gehobenen Sortiment. Früher wurden exotische Gewürze auch in Apotheken gehandelt. Das zeigen die Kaufladenschubladen Schilder der antiken Puppenstuben Apotheken.
Veraltete Schreibweisen und Frakturschrift für Kaufladenschubladen Beschriftungen
Bei manchen der antiken oder alten Kaufmannsläden findet man auf den Kaufladen Schubladen Beschriftungen noch ähnliche Schreibweisen wie z. B. Zimmt, Thee usw.
Wenn dich die alten Schreibweisen für die Kaufladenschubladen Beschriftungen interessieren:
Das gilt auch für beschriftete Puppenküchen Gewürzdosen aus früheren Zeiten:
Unbekannte Produkte - die früher jedes Kind kannte
Einige der in der Checkliste von 1843 aufgelisteten Produkte sind mir gar nicht bekannt.
| Altdeutsch | modernes Deutsch | historischer Hintergrund |
|---|---|---|
| Marino | Merino | Marino ist eine französisch angehauchte ältere Schreibweise für Merino. In alten Gemischtwarenläden wurden nicht nur Lebensmittel verkauft, sondern auch Kurzwaren und Stoffe. Marino ist ein sehr feiner, weicher Wollstoff - gewebt aus der Wolle von Merinoschafen. Der Marino wurde für Kleider und Tücher als Meterware verkauft |
Rapee Rappè |
Schnupf- tabak |
französischer Schnupftabak (von râper = reiben/raspeln). Tabak wurde im 18. und 19. Jahrhundert von Männern und auch von Frauen der feinen Gesellschaft nicht nur geraucht, sondern als dunkelbraunes, parfümiertes Pulver aus eleganten Dosen geschnupft. Es galt als schick und sollte auch gegen Kopfschmerzen helfen |
| Sago | Tapioka | kleine, weiße Stärkekügelchen, die im 19. Jahrhundert massenhaft aus dem Mark der asiatischen Sagopalme gewonnen wurden. Man nutzte Sago im Haushalt wie Speisestärke oder Gelatine, um Suppen, Saucen und süße Fruchtgrützen anzudicken |
| Pomeranzen | Bitter- orangen |
süße Orangen, wie wir sie heute kennen, waren in Nordeuropa lange Zeit extrem selten und teuer. Statt dessen wurde die robustere Bitterorange importiert. Ihre Schale wurde zu Orangenat kandiert oder in der Medizin und auch für Liköre verwendet |
| Pomade | Haar- pomade |
vor der Erfindung von Haargel oder Haarspray nutzten die Herren und auch die Damen Pomade, um die Haare zu bändigen und ihnen Glanz zu verleihen. Die Haarpomade bestand damals meist aus tierischen Fetten (wie Schweineschmalz oder Rindertalg), die aufwendig mit Rosenwasser, Nelken oder Zitronenöl parfümiert wurden |
| Leim | Holz- und Papierleim |
im 19. Jahrhundert gab es keinen Flüssigkleber in Plastikflaschen oder in Tuben. Im Laden kaufte man „Knochenleim“ oder „Hautleim“ in Form von steinharten, trockenen Platten. Zu Hause musste man diese Platten in Wasser einweichen und in einem speziellen Topf erhitzen, um einen klebrigen, warmen Holz- und Papierleim zu erhalten |
Schwefel- faden |
Schwefel- faden |
Baumwollfäden wurden in flüssigen Schwefel getaucht. Die geschwefelten Baumwollfäden wurden angezündet, um Weinfässer oder Vorratskrüge auszuschwefeln (zu desinfizieren), damit der Inhalt nicht schimmelte. Auch zum Anzünden von Feuern waren Schwefelfaden nützlich |
| Feüerstein (Flintstein) | Streich- hölzer |
Streichhölzer wurden erst ab den 1830er Jahren langsam bezahlbar. Vorher kaufte man im Kolonialwarenladen echte Feuersteine. Zusammen mit einem Stück Stahl - dem sogenannten Feuereisen und etwas trockenem Zunder schlug man damit mühsam die Funken, um den heimischen Herd oder die Pfeife anzuzünden |
| Süßholzsaft | Lakritz | Süßholzsaft war früher keine Süßigkeit, sondern reine Medizin. Der schwarze, zähflüssige oder in harten Stangen verkaufte Saft der Süßholzwurzel wurde stückweise abgebrochen und bei schwerem Husten, Heiserkeit oder Magenbeschwerden gelutscht |
Gersten- schleim |
Gersten- schleim |
Gerstenschleim klingt heute wenig appetitlich, war aber im 19. Jahrhundert das universelle Stärkungsmittel für Kranke, Säuglinge und Geschwächte. Im Gemischtwarenladen kaufte man dafür speziell geschälte Gerstengraupen - die Rollgerste. Die Gerstengraupen wurden stundenlang zu einem leicht verdaulichen Brei gekocht |
| Zuckerhüte | Zucker | Zucker gab es früher nicht lose in Tüten, sondern er wurde in großen, steinharten, kegelförmigen Kegeln – den Zuckerhüten – geliefert. Der Kolonialwarenhändler musste die Brocken für die Kunden mit einer schweren Zuckerzange oder einem Zuckerhammer mühsam in Stücke brechen |
Backstein- käse |
Weichkäse | stark riechender, rötlicher Weichkäse (ähnlich dem Limburger), der in Form eines Ziegelsteins gepresst wurde. Er war ein billiges, nahrhaftes und haltbares Lebensmittel für die Arbeiterbevölkerung |
Und...welche Produkte aus der Checkliste von 1843 waren dir bereits bekannt?
Du interessierst dich für Bücher und für Puppenküchen-und Kaufladen Zubehör mit Frakturschrift?
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Frakturschrift (klicke auf das blaue Dreieck vorne zum Auf- und Zuklappen)
Du interessierst dich für Kaufläden und Zubehör?
Viel Freude beim Ausstatten eurer Kaufläden
eure Bastrota
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📅 Zuletzt aktualisiert am: 27.09.2026


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